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Katholische Pfarrei Herz Jesu

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Samstag der 3. Fastenwoche

Zu Beginn dieser Fastenzeit haben wir einen doppelten Ruf des Herrn durch die Stimme seiner Diener erhalten.
Durch den Mund des Propheten Joel drängte er uns, “von ganzem Herzen zu ihm zurückzukehren”, während Paulus uns im Namen Christi anflehte, “uns mit Gott versöhnen zu lassen”.
Heute ist der Prophet Hosea an der Reihe, uns daran zu erinnern, dass diese Aufforderung auch heute noch aktuell ist.
Aber gleichzeitig zeigt er uns die beste Antwort, die wir geben können: “Kommtwir kehren zum Herrn zurück” […] “Lasst uns streben… nach der Erkenntnis des Herrn“!
Dazu sind wir berufen: uns dem Herrn zu nähern, um ihn besser kennen zu lernen und ihn immer mehr zu lieben.

Er der nahe und treu ist (“er kommt so sicher wie das Morgenrot“, sagt Hosea), will nichts anderes als unser Festhalten an seiner Liebe: “Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer“, sagt er uns durch den Mund des Hosea.Das hat auch der Psalmist entdeckt und drückt es in seinem Gebet aus: “Schlachtopfer willst du nicht… an Brandopfern hast du kein Gefallen. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

Wahrscheinlich war es dieses „Zerbrechen des Herzens“, das diesen Zöllner zum Tempel führte, um seine Sünden zu bekennen und sich versöhnen zu lassen. So wurde er von Gott erhört, der die Gebete der Demütigen liebt und sich über unsere Schritte der Bekehrung freut.

Lassen Sie uns beten: Herr, gib uns ein zerknirschtes Herz, ein Herz, das sich nicht damit zufrieden gibt, zu lange von dir entfernt zu sein, sondern das es genießt, in deiner Gegenwart zu sein. Amen!

P. Serge Armand Kouamé CN

Buch Hosea 6,1-6.

Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf und wir leben vor seinem Angesicht.
Lasst uns streben nach Erkenntnis, nach der Erkenntnis des Herrn. Er kommt so sicher wie das Morgenrot; er kommt zu uns wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
Was soll ich tun mit dir, Efraim? Was soll ich tun mit dir, Juda? Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der bald vergeht.
Darum schlage ich drein durch die Propheten, ich töte sie durch die Worte meines Mundes. Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht.
Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.

Psalm 51(50),3-4.18-19.20-21.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion;
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!
Dann hast du Freude an rechten Opfern,
an Brandopfern und Ganzopfern,
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 18,9-14.

In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

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