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Katholische Pfarrei Herz Jesu

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Mittwoch der 4 Fastenwoche

Nach dem Fest des heiligen Josef haben wir die Freude, anlässlich dieses Festes der Verkündigung wieder im Schatten unseren Durst stillen zu können. Es ist eine echte Oase für uns, weil es uns auf das Wesentliche fokussiert: Christus.

Tatsächlich bleibt er das Zentrum, die Hauptperson dieser Feier und das Objekt unserer Freude, auch wenn das Evangelium uns vielleicht das Gegenteil denken lässt.

Diese Verwirrung wird dadurch noch verstärkt, dass viele Autoren und Künstler eher von “der Verkündigung an Maria” sprechen…

Und doch betrifft die fragliche Ankündigung viel weniger die “Leihmutter” (um einen zeitgenössischen Begriff zu verwenden) als das ungeborene Kind…

Es scheint mir von größter Wichtigkeit, dies zu beachten, um jeglichen Götzendienst in der Marienverehrung zu vermeiden, wie er manchmal in unserer katholischen Kirche beobachtet werden kann.

Das Subjekt der Verkündigung bleibt der Herr (Annuntiatio Domini auf Latein), und wieder einmal verdient er allein unsere volle Aufmerksamkeit.

Dies zu sagen bedeutet jedoch nicht, Maria zu überschatten, die im Übrigen ihren Platz kennt, die zu Recht sagt: “Ich bin die Magd des Herrn“.

Für sie bedeutet die Verkündigung, dass sie Teil eines großen Geheimnisses sein wird, aber nur als Kanal oder Instrument. Und ihr Verdienst ist es, mit einem beispielhaften Glauben, der uns an das Vaterunser erinnert, in die Sache einzuwilligen.

Wenn sie sagt: “Mir geschehe wie du es gesagt hast“, scheint sie zu sagen: “Dein Wille geschehe“…
Schließen wir uns heute Mittag der riesigen Gebetskette an, die der Papst vorgeschlagen hat, indem wir das Gebet rezitieren, das unser Herr, das fleischgewordene ewige Wort, uns gelehrt hat.
Lassen Sie uns beten: Herr Jesus, lehre mich, wie Maria “Ja” zu deinen Plänen zu sagen, die mich betreffen, auch wenn ich sie nicht verstehe. Amen!

P. Serge Armand Kouamé CN

 

Zweites Buch Samuel 7,4-5a.12-14a.16.

In jenen Tagen erging das Wort des Herrn an Natan:
Geh zu meinem Knecht David, und sag zu ihm: So spricht der Herr:
Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen.
Er wird für meinen Namen ein Haus bauen, und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen.
Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein.
Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

Psalm 89(88),2-3.4-5.27.29.

Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen,
bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig;
deine Treue steht fest im Himmel.
«Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand,
und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf.»
Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du,
mein Gott, der Fels meines Heiles.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 4,13.16-18.22.

Brüder! Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheißung, Erben der Welt zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit.
Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade». Nur so bleibt die Verheißung für alle Nachkommen gültig, nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die, welche wie Abraham den Glauben haben.
Nach dem Schriftwort: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft.
Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 1,16.18-21.24a.

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.