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Videobotschaft von Papst Franziskus an Chemin Neuf

Papst Franziskus : Christsein bedeutet Risikobereitschaft

Die Gemeinschaft Chemin Neuf geht neue Wege in der katholischen Kirche
“Ein Leben ohne Risiko ist kein christliches Leben”, mahnt Papst Franziskus in einem Video, das von der Gemeinschaft Chemin Neuf [“Neuer Weg”] veröffentlicht wurde. Drei Brüder der Gemeinschaft, P. Laurent Fabre (Gründer der Gemeinschaft), P. Francois Michon (Internationaler Leiter) und P. Etienne Vetö (Mitglied des internationalen Rates), trafen den Papst am 12. November 2020 in einer Privataudienz.
“Der Herr wird euch nicht allein lassen”, bekräftigte der Papst die in Frankreich entstandene Gemeinschaft, die seit mehr als 25 Jahren auch in Deutschland wirkt: “Brüder und Schwestern”, sagte er in dem Video, “ich weiß, dass ihr euch Chemin Neuf nennt: Ich weiß, dass ihr auf dem Weg seid”.
Die katholische Gemeinschaft Chemin Neuf gehört zu den neuen geistlichen Gemeinschaften und geht in mancher Hinsicht neue Wege: Nicht nur gibt es innerhalb der Gemeinschaft Ehepaare, Kleriker und geweihte Schwestern, die in Teams zusammenarbeiten, sondern auch Mitglieder aus verschiedenen christlichen Kirchen. In Deutschland wird die Gemeinschaft von einer evangelischen Theologin geleitet, Sr. Michaela Borrmann.
Papst Franziskus ermutigte die Gemeinschaft, ihren Weg weiterzugehen: “Auf dem Weg zu sein bedeutet, vorwärts zu kommen, nicht umzudrehen, keinen Tourismus zu betreiben, und kein Labyrinth zu betreten. Auf dem Weg zu sein bedeutet vorwärts zu kommen, und es besteht ein Risiko, es besteht immer ein Risiko. Aber ein Leben ohne Risiko ist kein christliches Leben”, fügte er hinzu.
Franziskus rief die Geschwister der Gemeinschaft auf mutig zu sein „mit der Unterscheidung des Herrn, im Gehorsam gegenüber der Kirche, der großen Kirche, in der wir alle Geschwister sind. Doch Lasst den Heiligen Geist euch den Weg zeigen“, fuhr der Papst fort.
„Ich danke Ihnen für das, was Sie tun, ich danke Ihnen für Ihr Zeugnis”, schloss Papst Franziskus.
„Gehen Sie weiter, immer im Dialog mit den Bischöfen, mit dem Bischof von Rom, aber immer vorwärts und mit Unterscheidungsvermögen. Der Herr wird Sie nicht allein lassen. Danke und betet für mich.“
Der französische Jesuit P. Laurent Fabre gründete 1973 gemeinsam mit Laien die Gemeinschaft Chemin Neuf. Schon bald schlossen sich auch Ehepaare und Angehörige anderer christlicher Konfessionen an. Die Versöhnung der Konfessionen sowie die Evangelisierung von jungen Erwachsenen und Familien gehören zu den Hauptanliegen der Gemeinschaft. Heute zählt sie fast 2000 Mitglieder in über 30 Ländern und wird von dem französischen Priester und Politikwissenschaftler Francois Michon geleitet. In Deutschland verantwortet Chemin Neuf zwei katholische Pfarreien in Berlin und Bonn. Bundesweit bietet sie unter anderem Einkehrtage, Exerzitien und christliche Weiterbildungen für junge Erwachsene und Paare an.

www.chemin-neuf.de