Katholische Pfarrei Herz Jesu
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Samstag der 3. Osterwoche

Es ist ein bewegender Moment in der Beziehung zwischen Jesus und seinen Jüngern.

Nachdem Jesus Worte wie : “Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben” gesprochen hat, ziehen sich viele Jünger zurück und wollen nicht mehr mit Jesus umherwandern. Seine Rede ist untertäglich geworden. Sie lehnen Jesus ab.

Dann kommt der berührende Satz an die 12 Aposteln: “ Wollt auch ihr weggehen?”

Jesus lässt seine Jünger frei, er viel sie nicht erzwingen ihm nachzufolgen. Gott respektiert unsere Freiheit. Er möchte von uns eine freie Entscheidung.

Jesus hofft aber sicher, dass seine engste Jünger mit ihm weitergehen, auch wenn sie nicht alles verstehen. Dass sie ihm vertrauen. Dass sie an ihn glauben. Nein, er ist nicht verrückt, er ist nicht psychisch krank. Sein Fleisch zu essen, sein Blut zu trinken, bedeutet die innige Vereinigung mit ihm , mit seiner Person als Ganze. Fleisch und Blut aufzunehmen, das erleben wir wenn wir die Eucharistie empfangen. Wir empfangen das Leben Jesu, wir empfangen ihn als Person in unseren Herzen. Und so können wir in ihm bleiben.

Petrus antwortet: “Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes”. Das war für Jesus sicher ein Trost, auch wenn er wusste, dass die Jünger später bei der Passion und Kreuzigung versagen werden. In der Tiefe unseres Herzens gibt es diese leise Stimme, die immer wieder hochkommen kann, die uns sagt, dass Jesus für uns der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

Pater Christoph

Apostelgeschichte 9,31-42.

In jenen Tagen hatte die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.
Auf einer Reise zu den einzelnen Gemeinden kam Petrus auch zu den Heiligen in Lydda.
Dort fand er einen Mann namens Äneas, der seit acht Jahren lahm und bettlägerig war.
Petrus sagte zu ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich. Steh auf, und richte dir dein Bett! Sogleich stand er auf.
Und alle Bewohner von Lydda und der Scharon-Ebene sahen ihn und bekehrten sich zum Herrn.
In Joppe lebte eine Jüngerin namens Tabita, das heißt übersetzt: Gazelle. Sie tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen.
In jenen Tagen aber wurde sie krank und starb. Man wusch sie und bahrte sie im Obergemach auf.
Weil aber Lydda nahe bei Joppe liegt und die Jünger hörten, dass Petrus dort war, schickten sie zwei Männer zu ihm und ließen ihn bitten: Komm zu uns, zögere nicht!
Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Als er ankam, führten sie ihn in das Obergemach hinauf; alle Witwen traten zu ihm, sie weinten und zeigten ihm die Röcke und Mäntel, die Gazelle gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.
Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem Leichnam und sagte: Tabita, steh auf! Da öffnete sie ihre Augen, sah Petrus an und setzte sich auf.
Er gab ihr die Hand und ließ sie aufstehen; dann rief er die Heiligen und die Witwen und zeigte ihnen, dass sie wieder lebte.
Das wurde in ganz Joppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn.

Psalm 116(115),12-13.14-15.16-17.

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.
Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.

Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,60-69.

In jener Zeit sagten viele der Jünger Jesu, die ihm zuhörten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?
Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?
Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.
Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.
Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.