Katholische Pfarrei Herz Jesu
Fehrbelliner Str. 99
Hofeingang: Schönhauser Allee 182,
10119 Berlin Mitte / Prenzlauer Berg

St. Adalbert-Kirche: Torstraße 168, 10115 Berlin

pfarrbuero@herz-jesu-kirche.de, Tel: (030) 44 38 94 0

Donnerstag der 2. Osterwoche

Wir befinden uns in Kapitel 3 des Johannes-Evangeliums und damit ganz am Anfang der Jüngerausbildung.
Der Meister ist Jesus, der sich als derjenige offenbart, der “von oben kommt”, oder derjenige, der “aus dem Himmel kommt” und der den Geist in Fülle empfangen hat…
Denen, die sie hörten, müssen diese Worte ganz eigenartig, ganz fremd vorgekommen sein. Aber gerade weil er “von anderswo” ist, genauer gesagt, weil er der ist, “den Gott gesandt hat”, kann er “bezeugen was er gesehen und gehört hat”, und sogar “die Worte Gottes verkünden”.
Solche Behauptungen sind kaum akzeptabel für jemanden, der nicht innerlich vom Heiligen Geist vorbereitet und erleuchtet ist. Tatsächlich ist “wer, der von der Erde stammt, irdisch, und redet irdisch”, sagt uns Jesus. Für einen solchen Menschen, der sich nur auf irdische und weltliche Kriterien stützt, sind solche Behauptungen von Jesus skandalös und unerträglich. Deshalb werden sie das Leben ihres Autors kosten, der als Betrüger und Gotteslästerer betrachtet wurde.
Und doch kam Jesus, um zwei a priori parallele Welten zu versöhnen: Erde und Himmel, das sichtbare und das unsichtbare Universum. Er ist die Tür, durch die das Himmelreich zugänglich ist. Seine Worte stellen unseren Glauben auf die Probe, denn er sucht Männer und Frauen des Glaubens, Menschen, die “sein Zeugnis annehmen” und damit “beglaubigen, dass Gott wahrhaftig ist”. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er sagte dies seinen Aposteln, und er sagt es auch uns. Was bedeutet das heute für uns, die wir unter Quarantäne stehen und eingesperrt sind? Verstehe, wer verstehen kann. Verstehe, wer den Beistand des Heiligen Geistes erhält, der der Geist der Wahrheit ist. Guten Weg in Richtung Pfingsten!

Lassen Sie uns beten: Herr, lass uns in dieser Osterzeit glauben, dass die Auferstehung wahrhaftig eine Realität ist, und gib uns die Gnade, nach dem, was von oben ist, zu streben. Gelobt seist du, jetzt und in Ewigkeit. Amen!

P. Serge Armand CN

Apostelgeschichte 5,27-33.

In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie
und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.
Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.
Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.
Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

Psalm 34(33),2.9.17-18.19-20.

Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der Herr ihn entreißen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 3,31-36.

Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen.
Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an.
Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist.
Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt.
Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.