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Dienstag der 4 Fastenwoche

Die Architektur der heutigen Texte erinnert mich an das Thema des Ecksteins, das sich in der Bibel findet. Dies ist der Grundstein, der ein Gebäude stützt. Er ist die Basis, das Fundament, ohne das alles zusammenbricht. 

Architekten (und es gibt viele von ihnen in Berlin und in unserer Gemeinde) verstehen diese Sprache besser als jeder andere, aber sie ist für uns nicht unzugänglich. In diesen Tagen werden wir von mehreren Texten begleitet, die uns von einer besseren Zukunft erzählen.

Dies ist auch heute wieder der Fall.

Die erste Lesung spricht zu uns von der Verheißung des lebensspendenden, reinigenden Wassers, während das Evangelium erzählt von einer Heilung Jesu – einer weiteren! Und in der Mitte oder besser am Fuße hält das feste Glaubensbekenntnis des Psalmisten das ganze Bauwerk zusammen:

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten.

Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres […]

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg.

Kommt und schaut die Taten des Herrn, der Furchtbares vollbringt auf der Erde“.

Das ist seine Erfahrung, und er teilt sie mit ÜberzeugungWir wollen ihm sofort entgegnen: “Aber mach die Augen auf und schau dich ein bisschen um”!

Eben! Zwar gibt es sicherlich viele gute Gründe, die ihn dazu bewegen müssten, anderswo hinzuschauen, doch sein Blick bleibt auf jenen Gott gerichtet, der sich mindestens einmal, wenn nicht sogar mehrmals, in seinem Leben offenbart hat.

Darum geht es beim Glauben! Es ist jener Funke, der manchmal inmitten der Dunkelheit flackert und nie zu leuchten aufhört, weil er seine Quelle aus dem Licht selbst schöpft: Christus!

Es ist jenes Körnchen Wahnsinn, jenes Etwas, das der Vernunft trotzt und gegen alles verkündet, dass noch immer alles möglich ist: Ein invalider Mann, der nach 38 Jahren wieder gehen kann, oder ein Impfstoff, der bald entdeckt wird… In der Zwischenzeit wollen wir die Augen auf unseren Herrn richten.
Lasse
n Sie uns beten: Herr Jesus, gib uns die Gnade der Ausdauer, damit wir nicht verzweifeln, trotz der langen Wartezeit und obwohl dein Heil auf sich warten zu lassen scheint. Amen!

P. Serge Armand Kouamé CN

Buch Ezechiel 47,1-9.12.

Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar.
Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.
Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Messschnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.
Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften.
Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte.
Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn? Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang.
Als ich zurückging, sah ich an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume.
Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund.
Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden die Fluten gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.
An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

Psalm 46(45),2-3.5-6.8-9.

Gott ist uns Zuflucht und Stärke,
ein bewährter Helfer in allen Nöten.
Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt,
wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres.

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt,
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken;
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,
der Gott Jakobs ist unsre Burg.
Kommt und schaut die Taten des Herrn,
der Furchtbares vollbringt auf der Erde.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 5,1-16.

Es war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda.
In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte.

Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.
Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden?
Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen.
Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh!
Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh?
Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte.
Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.
Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.

2 Kommentare

  1. Es ist jenes Körnchen Wahnsinn, jenes Etwas, das der Vernunft trotzt und gegen alles verkündet, dass noch immer alles möglich ist: Ein invalider Mann, der nach 38 Jahren wieder gehen kann, oder ein Impfstoff, der bald entdeckt wird…
    Sehr schön gesagt … mehr als Vernunft

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