Katholische Pfarrei Herz Jesu
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Freitag der 3. Fastenwoche

Unser Gott stellt sich immer als ein lebendiger Gott dar, ein Gott, der spricht, im Gegensatz zu den Götzen.

Und heute ist das, was er uns durch die erste Lesung und den Psalm zeigt, sehr klar: Wir dürfen uns nicht irren, worin unsere Hilfe besteht: „Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun?“, sagt er uns.

Denn letztlich ist jede Hilfe, die nicht er bzw. nicht von ihm ist, ein Götze, von dem man sich unbedingt und vollständig abwenden muss. 

Dies ist sogar ein Zeichen von Weisheit und Intelligenz, sagt der Prophet Hosea: „Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es.

Darin besteht auch die Bekehrung: Die Abkehr vom Vergeblichen, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und für uns ist das Wesentliche ein lebendiges Wesen. Es ist ein Schöpfergott, die Quelle alles Guten.

Er lädt uns ein, uns durch seinen Sohn mit ihm zu versöhnen, und lässt uns die Wahl, ihn zu lieben oder nicht. Er ist der einzig wahre Gott, und es gibt keinen anderen Gott, der der Mühe wert wäre.

Aber er respektiert unsere Freiheit und bittet uns fast, aus unserer Blindheit und unseren Irrwegen herauszukommen, um auf ihn zu hören und in der Fülle seiner Segnungen zu leben.

Mit dem Psalmisten, hören wir, wie er uns herausfordert: „Höre, mein Volk, …! Israel, wolltest du doch auf mich hören! Für dich gibt es keinen andern Gott. Du sollst keinen fremden Gott anbeten. Ich bin der Herr, dein Gott… Ach dass doch mein Volk auf mich hörte, … dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen! Ich würde es nähren mit bestem Weizen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.

Lassen Sie uns beten: Herr, lehre mich zu lieben, so wie du es willst. Dich zu lieben und meinen Nächsten zu lieben. Amen!

P. Serge Armand Kouamé CN

 

Buch Hosea 14,2-10.

So spricht der Herr: Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.
Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte der Reue mit euch und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns und lass uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer Lippen.
Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen.
Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Großmut wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt.
Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon.
Seine Zweige sollen sich ausbreiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon.
Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon.
Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja ich, erhöre ihn, ich schaue nach ihm. Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht.
Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es. Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.

Psalm 81(80),6c.7-10.11ab.14.17.

Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm:
Seine Schulter hab’ ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not, und ich riss dich heraus.

Ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört,
an den Wassern von Meriba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen!
Israel, wolltest du doch auf mich hören!

Für dich gibt es keinen andern Gott.
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott,
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten.

Ach dass doch mein Volk auf mich hörte,
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Ich würde es nähren mit bestem Weizen
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 12,28b-34.

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

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