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Katholische Pfarrei Herz Jesu
Fehrbelliner Str. 99
Hofeingang: Schönhauser Allee 182
10119 Berlin Mitte / Prenzlauer Berg

Sonntags Hl. Messe: 9:00 Uhr St. Adalbert-Kirche, 10:30 Uhr Herz-Jesu-Kirche

Bernhard Kress

Liebe Mitglieder der Pfarrei Herz Jesu,

mein Name ist Bernhard Kreß, und ich darf mich Ihnen als der neue Pastoralreferent vorstellen.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Nordhessen, wo noch meine Eltern und meine beiden Geschwister leben.

Nach dem Abitur schloss sich für mich eine Ausbildung beim Bundesgrenzschutz an, wodurch ich mit der Situation des damals noch geteilten Deutschlands konfrontiert wurde.

Diese Berufsperspektive war für mich jedoch nicht tragend, denn ich wollte noch intensiver mit Menschen zu tun haben, insbesondere auf dem christlichen Menschenbild aufbauend, weshalb mein Leben eine neue Wendung nahm.

Nach einigen weiteren Stationen, Praktika – unter anderem einem Jahrespraktikum im Don Bosco Heim der Salesianer Don Boscos in Berlin-Wannsee 1986/87 – und dem Studium der Sozialpädagogik und der Theologie wurde ich schließlich Pastoralreferent in einer großen Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Dillingen an der Donau. Dort arbeitete ich 20 Jahre und durfte vielfältige Erfahrungen mit hörgeschädigten, geistig behinderten oder lernbehinderten Menschen und mit Mitarbeitern aus unterschiedlichsten sozialen Berufen machen. Diese Arbeit mit Menschen, die nicht so sehr im Blickpunkt unseres Lebens stehen, war für mich sehr bereichernd und erfüllend, ebenso wie der Kontakt mit den Mitarbeitern dieser großen caritativen Einrichtung.

Verheiratet bin ich mit meiner Frau Margret und wir haben vier Kinder im Alter von 12 bis 19 Jahren.

Meine Frau und ich lernten die Gemeinschaft Chemin Neuf bei einer Kana-Woche im April 1998 kennen. Seit dieser Zeit haben wir den Kontakt gehalten und die Gemeinschaft sowohl in Deutschland als auch in Frankreich auf vielfältige Weise kennen gelernt.

Viele Jahre sind wir den Weg aus dem Süden Deutschlands nach Berlin gefahren, wo wir in der Gemeinschaft Chemin Neuf unsere geistliche Heimat gefunden haben. Bei all dem war es spürbar, dass Gott mit uns geht, und wir haben uns gefragt, wie berufliche und geistliche Heimat unter einen „Hut“ zu bringen ist.

Überraschend kam dann für uns die Anfrage im November letzten Jahres, ob meine Frau und ich es uns vorstellen könnten, nach Berlin zu ziehen, insbesondere, weil in Herz Jesu ein pastoraler Mitarbeiter gesucht würde.

Diese Anfrage hat uns nicht mehr „losgelassen“, und wir haben gemerkt, dass wir dazu nicht einfach „nein“ sagen konnten. Vieles war noch zu klären, die Situation und die Aussprache mit unseren Kindern, mit meinen Dienstvorgesetzen, und es stand ja auch eine offizielle Bewerbung beim Ordinariat im Erzbistum Berlin an.

Inzwischen sind all diese Hürden überwunden, unsere zwei jüngeren Kinder werden mit uns nach Berlin ziehen, die beiden Älteren haben eine Wohnmöglichkeit in ihrem Heimatort gefunden. Wir selbst fanden überraschend eine Wohnung in der Buchholzer Straße, sodass die anfangs sehr unwahrscheinliche Vorstellung, nach Berlin zu ziehen, nun Wirklichkeit geworden ist.

Meine Frau und ich freuen uns auf das neue Leben, das nun für uns in Berlin beginnen wird, auf die vielen Mitglieder von Chemin Neuf, die wir schon kennen, und wir danken Gott für die spürbare Wegführung gerade in den letzten Monaten.

Meine Frau hat ja eine Anstellung als Religionslehrerin in der Grundschule am Teutoburger Platz bekommen, und so liegen unsere Wohn- und Arbeitsfelder örtlich sehr nah beieinander.

Ich freue mich, in der Gemeinde Herz Jesu und in Berlin arbeiten zu können, einer Stadt, der ich mich schon immer verbunden gefühlt habe!

Ebenso freue ich mich auf die Menschen, die zur Gemeinde Herz Jesu gehören und bin sehr gespannt auf die Begegnungen mit Jung und Alt, mit Berlinern und Zugezogenen, mit Suchenden und Fragenden und mit all denjenigen, die ihr alltägliches Leben an und mit Gott ausrichten und leben möchten.

In diesem Sinn grüße ich Sie ganz herzlich, auch im Namen meiner Frau und freue mich, Sie und euch kennen zulernen!

Bernhard Kreß